Freitag, 18. Dezember 2009

Pressemitteilung zum Bildungsgipfel in Berlin

Gemeinsame Erklärung besetzter Hochschulen Deutschlands z."Bildungsgipfel" 16.12.2009

Angesichts der derzeitigen Stimmen zu den zahlreichen Besetzungen in Bildungseinrichtungen aus Medien und Politik halten wir studentischen BesetzerInnen es für angebracht,eine grundsätzliche Stellungnahme zu den Zielsetzungen der Besetzungen abzugeben.
Besonders die mediale Rezeption sowie die Reaktionen politischer EntscheidungsträgerInnen auf unsere Besetzungen, Aktionen und Forderungen haben das ursprüngliche Ziel einer grundsätzlichen Reform des gesamten Bildungssystems und im Besonderen der Schaffung eines offenen Raumes für den Dialog zunehmend in den Hintergrund rücken lassen. Als Reaktion auf den starken Druck von studentischer Seite hat sich die Diskussion und Berichterstattung verstärkt auf die Themen konzentriert, die ausschließlich StudentInnen in direkter Weise betreffen. Zu nennen sind hier vor allem Studiengebühren und die Probleme, die mit der Einführung des Bachelor-/Master-Systems einhergehen.

Wir besetzenden StudentInnen begrüßen zunächst allgemein den Stellenwert, den die
genannten Themen in der öffentlichen Debatte eingenommen haben und verbuchen dies als
Erfolg unseres bundesweiten Engagements. Zu den Ergebnissen der Kultusministerkonferenz wird in diesem Zusammenhang separat Stellung bezogen.

Wir beobachten jedoch, dass die öffentliche Thematisierung hochschulpolitischer Fragen zunehmend auf Kosten einer Debatte über Bildungspolitik im Allgemeinen geschieht. Dem wollen wir mit dieser Stellungnahme entgegen wirken. Es ist und war nie erklärtes Ziel der studentischen Besetzungen, eine einseitige und von studentischen Eigeninteressen geleitete Bildungsdebatte zu führen.

Von Missständen im Bildungssystem ist Jede und Jeder in unserer Gesellschaft Zeit ihres/seines Lebens direkt und indirekt betroffen. Bildung prägt und formt uns und schafft die Grundlage für jeden Menschen, sich politisch an der Gestaltung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens zu beteiligen. Die besetzenden StudentInnen sind der Auffassung, dass es viele Punkte im derzeitigen Bildungssystem gibt, in denen akuter Diskussionsbedarf besteht.

Die Intention der Besetzungen an deutschen Hochschulen ist daher das Anstoßen einer
längst überfälligen Diskussion über sämtliche Ebenen der institutionellen Bildung.
Nach unserer Auffassung muss es das erklärte Ziel einer Gesellschaft sein, für alle Menschen ein gut durchdachtes, demokratisches und sozial gerechtes Bildungssystem zu schaffen. Im Konkreten bedeutet das, von Kindertagesstätten, Kindergärten, über die schulische,berufliche und universitäre Bildung bis hin zur Weiterbildung im weiteren Lebensverlauf alle Ebenen unseres Systems immer wieder grundsätzlich zu überdenken.
Wir weisen deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die momentane Debatte nicht ausreichend ist und die besetzenden StudentInnen eine Korrektur der öffentlichen Wahrnehmung anstreben. Ginge es uns bei der Besetzung von Hörsälen ausschließlich um das Verfolgen studentischer Interessen, würden mehr Menschen die Legitimität unserer Proteste infrage stellen.

Hiermit solidarisieren wir uns deshalb mit allen anderen Menschen, die sich in Deutschland und international für ein besseres Bildungssystem für alle Menschen einsetzen und mit denen, die durch die zu kritisierende Bildungsrealität an der Wahrnehmung von Bildungschancen gehindert werden.

Die BesetzerInnen
des H26 der Universität Bayreuth | des Audimax der Universität Hamburg |TU Hamburg-Harburg| der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik | der Technischen Universität Dresden | der Hochschule Coburg | der Universität Köln | der MLU Halle-Wittenberg und viele weitere...!
16.12.2009

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Protokollfragmente der VV vom 17.12.09

Strukturdebatte

Bericht aus dem AS:

Diskussion über die Forderungen der Besetzer wurden nach Abstimmung in die Tagesordnung aufgenommen.

Den Besetzern wurde vom AS verwehrt, einen Brief an alle Studierenden über Stine zu verschicken.

Statt auf die einzelnen Forderungen einzugehen wurde ein allgemeiner Beschluss des Fak.Rates der Geisteswissenschaften übernommen, welcher eher Worthülsen und Phrasen enthielt als wirkliche, konkrete Inhalte.

Das Präsidium verkündete, heute noch in Diskussion mit dem Audimax zu treten, wenn die Sitzung des AS nicht zu lange dauert. Dies geschah nicht mehr.

Diskussion über den Brief des Präsidiums:

- Es wurde nicht auf die Forderungen der BesetzerInnen eingegangen.
- Soll die Besetzung aufrecht erhalten werden? Über Weihnachten? Über Ostern?
- Diskussion darüber, wie mehr Druck gegenüber des Präsidiums geschaffen werden kann.
- Stimmen, die nicht der Meinung sind, das überhaupt mehr Druck aufgebaut werden soll.
- Steckt in dem Brief eine Räumungsdrohung? Und wie wäre mit einer solchen umzugehen?
- Wozu braucht das Präsidium das Audi in den nächsten Wochen?
- Wie ist die Wirkung eines Besetzungsendes nach außen. Für andere Unis, Hamburg etc.
- Viele Inhalte in den letzten Wochen, Veranstaltungen, Woche der Demokratie..Insgesamt gute Entwicklung...
- Forderung nach mehr Struktur der Besetzung, interne Vernetzung, etc.
Votum dafür, nächste Woche raus zugehen, alle zusammen.
- Gegenreden dazu: Nicht rausgehen, Winterschlaf im Audimax durchhalten
Beschlüsse:
Treffen am Sonntag vor dem VL-Beginn 03.01.10 um 14.oo
Es soll auf diesem Treffen ein GROßES PerspektivPlenum geben, in dem entschieden wird, wie alles weiter gehen soll. Ein radikaler Neuanfang soll zumindest diskutiert werden
.
Es wird morgen auf jeden Fall nicht der Forderung des Präsidiums nachgegeben, unmittelbar zu räumen.

Freitag, 11. Dezember 2009

lenzen nimmt an

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Hamburg,
Prof. Dr. Dieter Lenzen hat heute nach Abschluss seiner Verhandlungen mit dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg seine Wahl zum Präsidenten unserer Universität angenom-men.

Wir freuen uns über diese Entscheidung und sind überzeugt, dass unsere Universität mit ihm eine positive Weiterentwicklung erfährt. Mit Herrn Lenzen ist eine Persönlichkeit für die Uni-versität Hamburg gewonnen worden, die sowohl als Wissenschaftler als auch als Präsident der FU Berlin auf vielfältige und überzeugende Erfahrungen und Erfolge zurückblicken kann. Einige seiner Positionen zu drängenden hochschulpolitischen Fragen sind Ihnen bereits zu-geleitet worden. In Kürze werden wir die Möglichkeit haben, weitere seiner Einschätzungen zu erfahren.
Wir freuen uns auf die Fortführung des in den vergangenen Jahren mit Ihnen allen gemein-sam Erreichten und auf neue Impulse des zukünftigen Präsidenten. Hinter uns liegt eine an-strengende und bewegte Zeit. Wir danken Ihnen für die hervorragenden Leistungen, die Sie trotz dieser Schwierigkeiten für unsere Universität erbracht haben und bitten Sie herzlich, auch weiterhin die Zukunft unserer Universität aktiv mitzugestalten. In der Erklärung von Prof. Lenzen heißt es „Die Universität Hamburg ist eine sehr gute Universität“. Dieser Ein-schätzung schließen wir uns sehr gern an.
Prof. Dr. Lenzen wird sein Amt voraussichtlich im Frühjahr 2010 antreten. Bis dahin bleibt Prof. Dr. Gabriele Löschper amtierende stellvertretende Präsidentin der Universität Hamburg.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Gabriele Löschper Prof. Dr. Holger Fischer

Sonntag, 29. November 2009

SMS Newsletter

Wir haben einen SMS-Verteiler, der Dich über wichtige und spannende Aktionen und Veranstaltungen von Zeit zu Zeit informiert.

Wenn Du auf den Verteiler möchtest, schick eine Mail mit Deiner Nummer an: bildungsstreik_hamburg@gmx.de

Weder Dein Name, noch Deine Email-Adresse werden gespeichert.

Es gibt die folgenden Verteiler:

Intern: Infos und Kontakt zu allen, die sich aktiv in das Bildungsstreik-Bündnis einbringen wollen

Veranstaltungen: Hinweise zu geplanten Aktionen und Veranstaltungen


Und so funktioniert's:

Intern: bekommt alle SMS, auch die der Liste Veranstaltungen

Veranstaltungen: bekommt nur Veranstaltungssms, nicht den Internen.


Teil bitte in der Mail mit, auf welchen Verteiler Du willst.